forum.arsactu.com Foren-Übersicht forum.arsactu.com
Das Forum zur Theaterplattform
 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Wiener Theaterreform - Freie Theater-Szene
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    forum.arsactu.com Foren-Übersicht -> Theater
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Robert Waschak



Anmeldedatum: 31.05.2006
Beiträge: 55
Wohnort: Wiener Neustadt

BeitragVerfasst am: Sa Jul 08, 2006 8:47 am    Titel: Jahrtausende ... Antworten mit Zitat

Was Du sagst kann man noch erweitern:

Selbst wenn man antike Autoren liest, Autoren aus allen Kultrukreisen der Welt, zu allen Zeiten ... sie reden immer von demselben.

Jaja, da ließen sich Bücher füllen damit, ich habe wie Du meine grauen Haare davon. Denn heute, ja heute, da glauben manche, sie haben überhaupt die Welt neu durchschaut.

Man steht daneben, sieht alles kommen, weiß genau was bei dem was sie machen rauskommt, weil es gar nicht anders geht ... und kann sich bestenfalls anhören, man sei "konservativ", erstarrt und was weiß ich ...
_________________
Robert
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ambrosius



Anmeldedatum: 21.10.2005
Beiträge: 116
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Sa Jul 08, 2006 8:50 am    Titel: Ja, ein Drama ... Antworten mit Zitat

Aber man findet schon auch heute noch Leute, die vom selben wie wir reden, das sollte gesagt werden. Nimm nur den designierten Burgchef: Da habe ich schon den Eindruck, daß der vom selben spricht. Und daß man sogar sehr genau zuhören sollte, weil er mehr Erfahrung hat, in seinem Gebiet einfach weiter ist als ich es zumindest bin.

Na, dafür ist er ja auch designierter Burgchef ... Wink
_________________
Eberhard Wagner
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Robert Waschak



Anmeldedatum: 31.05.2006
Beiträge: 55
Wohnort: Wiener Neustadt

BeitragVerfasst am: Sa Jul 08, 2006 9:00 am    Titel: Zurück zur Theaterreform Antworten mit Zitat

Was hat das mit der Theaterreform zu tun?

Sehr viel: weil hier ein Innovationskonzept dahintersteht, das dem worüber wir hier "gejammert" haben, entspricht. Das muß man ehrlich sagen.

Somit ist auch unsere - zumindest meine - Position klar: Wir sind von dieser Theaterreform deshalb noch mehr betroffen, weil unser Konzept von Innovation nicht dem geforderten entspricht. Wir sind wenn man so will "Verlierer" dabei.

Ich bin völlig sicher, daß unsere Analysen soweit stimmen, sodaß auch die Prognosen sich bewahrheiten werden. Wir können dann sagen: Wir haben es vorhergesehen! Immerhin. Vielleicht wird es später aso einmal unsere Glaubwürdigkeit erhöhen.

Denn es ist alles ein Problem der Glaubwürdigkeit, bei unterschiedlichen geistigen Ansätzen noch dazu. Ich habe auch mit zwanzig geglaubt, ich wüßte alles besser, könnte, ja müßte alles neu erfinden, alles was vorhanden ist ist sowieso überholte Kacke. Heute kann ich es oft gar nicht glauben, daß ich derartig dumm gewesen bin.

Es wird heute keiner mehr erwachsen.

Womit wir wieder bei den Theatern sind - und dem Wirklichkeitsdruck, der durch unsere Lösung (die eh nicht so neu ist, nur pointierter) größer würde. Anders aber kann man nicth reifen.

Die Abfederung mit Geld, wo alles egal ist, was man tut, es hat keine ERLEBBAREN Konsequenzen, ja selbst wenn ich ausgebuht werde sind immer noch genug Leute die mir erzählen, daß das zu innovativer Kunst dazugehört ... ist das Schlechteste, was man vor allem nachdrängenden, jungen Künstlern antun kann. Damit werden sie regelrecht ruiniert.

Ich denke an ein Interview mit R. Fendrich, wo er sich über seinen Sohn ausgelassen hat, der auch Musik macht und berühmt werden will: Ich habe gestaunt, wie klug er da geredet hat. Und er hat auch erzählt, daß der fast scheitern muß wenn er nicht begreift, daß er nicht einfach der große Künstler bereits IST, den er durch die Möglichkeiten seines Vaters schon als junger Mensch durch sein Verhalten "als ob" darstellen möchte.
_________________
Robert
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ambrosius



Anmeldedatum: 21.10.2005
Beiträge: 116
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Sa Jul 08, 2006 9:08 am    Titel: RICHTIG Antworten mit Zitat

So sehr man oft jammert, so schwierig es ist ... immer noch halte ich es für das Beste, keine künstlichen Strukturen zu errichten, die dann die große nachdrängende Kunst quasi hervorbringen soll.

Das wird nie passieren, mit völliger Sicherheit. Kunst hat ein derart wirklichkeitsbezogenes, individuell völlig verschiedenes Gepräge, ja das muß sie sogar haben, sonst wird sie impotent, tot, daß man so gut wie nichts machen kann um sie zu "fördern".

Man kann nur helfen, sie zu ermöglichen. Und man kann Reifungsmöglichkeiten erleichtern.

Jeder Künstler aber korrespondiert unwiederholbar, einmalig, einzigartig mit den Bedingungen seines Lebens, seines Charakters, seiner Umgebung, seiner Zeit ... GENAU DARAUF ist er Antwort. Mit allem, was er ist und war. Ich möchte mich fast dazu versteigen zu sagen: Das ist ein unglaubliches Geheimnis ... ein Geheimnis der Freiheit und Größe des Menschen. Und diesen Weg, diesen individuellen Weg zur Freiheit - nur sie kann ja Innovation schaffen - kann einem niemand abnehmen noch verkürzen.

Wer nicht soweit kommt, daß er sein ganzes Vermögen auf diese eine - SEINE - Karte setzt, mit allem Risiko, der wird nie durchstoßen, das wage ich zu behaupten. Unabhängig vom Rang seiner Hervorbringungen im Rahmen einer Kultur, Gesellschaft, das ist ein ganz anderes Thema und eigentlich völlig belanglos.
_________________
Eberhard Wagner
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Robert Waschak



Anmeldedatum: 31.05.2006
Beiträge: 55
Wohnort: Wiener Neustadt

BeitragVerfasst am: Sa Jul 08, 2006 9:12 am    Titel: Vorstellungsbilder Antworten mit Zitat

Jawohl. Selbst die Kunst ist ja schon regelrecht erstickt in unserer Welt quälender Vorstellungsbilder, die uns unfrei und alles zu Imitaten machen, mit denen wir im Wertesystem mitspielen wollen, mit dem man uns konditioniert hat. Und das wir durch ausgefeilteste Strategien nicht verlassen möchten, um uns selbst vor dem Nichts zu retten.
_________________
Robert
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ambrosius



Anmeldedatum: 21.10.2005
Beiträge: 116
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Sa Jul 08, 2006 9:19 am    Titel: Pfuhh ... jetzt gehe ich aber frühstücken ... Antworten mit Zitat

Schwere Kost am frühen Morgen, was? Ich muß jetzt was frühstücken.

Weißt Du übrigens, daß ich beim Lesen der Theaterstudie sehr wohl den Eindruck hatte, daß genau das was wir zuletzt angesprochen haben - das Ersticken des Theaters in Vorstellungsbildern, in Konventionen, auch in seiner Rolle in der Gesellschaft, in unserer Kultur, in Wien - auch dort als Anliegen erkannt wurde? Deshalb war ich im Grunde positiv gestimmt.

Aber wie so oft hätte ich wohl den inneren Mahnungen gehorchen sollen. Es könnte eine Äquivokation sein, hat es in mir getönt. Sie reden also vom selben, benennen dieselben Ziele ...

Weil sie sich aber - das ist DIE KRANKHEIT DER heutigen ZEIT - DIREKT den Ergebnissen zuwenden ... kommen sie zum genauen Gegenteil an notwendigen Maßnahmen. sie wollen die Ergebnisse erzeugen - statt den Weg, wie diese Ergebnisse (aber eben NIE SICHER, weil das Gelingen nie in unserer Hand liegt) FOLGEN, zu gehen.

Ich erinnere wieder an Polgar ... Es ist "... nicht notwendig, aber vernünftig ..." das Schlechteste vom Menschen anzunehmen.
_________________
Eberhard Wagner
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Robert Waschak



Anmeldedatum: 31.05.2006
Beiträge: 55
Wohnort: Wiener Neustadt

BeitragVerfasst am: Sa Jul 08, 2006 9:21 am    Titel: Tja ... Antworten mit Zitat

Aber immerhin haben wir uns einmal so richtig damit auseinandergesetzt, und - das halte ich für das Wesentlichste - einmal einen Alternativvorschlag ausgearbeitet. Das ist viel wert, weil es anzeigt, daß wir langsam die Sache begreifen, wenn auch sicher nicht ganz.

Ich glaube nämlich nicht, daß wir alle Probleme gelöst haben. Aber ich glaube, daß wir einen Ansatz durchgedacht haben, der ein Grundstock wäre, von dem aus man weiter diskutieren könnte.

Mahlzeit Wink Bis morgen Abend!
_________________
Robert
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Julia



Anmeldedatum: 01.06.2006
Beiträge: 59
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Sa Jul 08, 2006 10:16 am    Titel: klingt ziemlich ... toll! Antworten mit Zitat

was ihr euch da ausgedach thabt, respekt!!! Razz

wenn ich die theaterstudie durchgelesen habe ist mir aufgefallen dass zwar oft richtig festgestellt wird was nicht passt und wie das zusammenhängt.

aber ich habe den eindruck dass die frage völig fehlt - WARUM und zwar wirklich warum? warum es in wien zuwenig theater gibt in ihren augen, echtes theater.

sie sagt dass das und das so ist und bleiben ziemlich oberflächlich wie es zusammenhängt. aber sie gehen der frage warum nie wirklich nach. sondern behaupten einfach dass die bestehenden theaterstrukturen nicth geeignet sind. und gehen einfach davon aus, wie sie sich eine theaterlandschaft in wien vorstellen.

soweit ich das sehe kann man aber doch nur dann beschliessen was zu tun ist wenn man der frage nach dem warum so richtig nachgegangen ist!

ich glaube auch nach dem was ihr da geschrieben habt: wäre man dem warum mehr auf die spur gegangen hätte man vielleicth nicht so viel ankündigen müssen das ja jetzt eh nicht hält.

es stimmt ausserdem genau: sie versuchen immer an den ergebnissen zu drehen, ganz direkt. aber keiner kann einen künstler machen,keiner kann kunst machen. das können nur personen.

ich fürchte mich regelrecht vor diesen coproduktionshäusern, ich sage es ehrlich. entweder wird es wie alle sogenannten selbstverwalteten projekte ein einziges chaos wo sich keiner um etwas kümmert oder es wird dasselbe wie man es heute schon hat: dass ein paar entscheiden was gewünschtes und innovatives theater ist und ... was zum haus passt. sonst kommen doch keine zuschauer! sonst muss sich ja wieder jede gruppe ihre zuschauer selbst werben und mitbringen!

ein paar werden dann tun und machen was ihnen halt so passt, ein paar werden aus mitleid reinrutschen, irgendwann bildet sich ein rat der dann abstimmt und zur auffassung kommt dass die und die aussage politsich nicht zulässig ist etc. etc. und jede menge emanzen werden dann jammern warum sie immer noch so benachteiligt sind und warum die böse böse gesellschaft immer noch nicth anders ist.

es sind ja eigentlich themenhäuser, es ist nicht richtig wenn man von coproduktionshäusern spricht. und irgendwer muss das ja verwalten. und genauso wird das publikum sein, wenn überhaupt anderes kommt als solches das einfach nur nicken möchte. das nur hören möchte dass sie eh rechthaben und auf der richtigen seite sind. und dem dann noch jemand erklärt warum sie so betroffen sein müssen weil sie immer noch alle so schuldig sind, immer noch so viel übersehen w sie zur ungerechtigkeit in der welt beitragen.

wie öffentliche bussandachten ist das dann, ich kenne das. alle stimmen ja von vorneherein überein mit dem was sie wollen und alle wissen ja woran es krankt.

wenn ich das höre: gender-häuser. ich bin mir sicher dass es so kommen wird dann nur die im besten fall hinkommen werden die wissen wollen wo sie noch schärfer ihr verhalten ändern müssen. müssten, weil eigentlich sind sie ja eh alle gut.

aber echtes theater ist das nicht!!! sondern langweilig. ich denke an das lll. die haben doch so gut wie keine zuschauer gehabt!!! ich habe dort nicht nur einmal vor zehn leuten gespielt und eine freundin genauso!!! und die haben wir uns zusammentelefoniert. aber mich wundert das gar nicht. das lll wirkt wie ein totenhaus, dabei ist es ein super theater von der ausstattung, der bühne her usw.

und eigentlich sollte das ja schon so ein coproduktionshaus sein!!! ich frage mich was die mit dem vielen geld das sie bisher immer gekriegt haben eigentlich gemacht haben!!! die kriegen nämlich immer noch millionen jedes jahr.

bin gespannt. es ist ja jetzt neu ausgeschrieben.


noch etwas wollt eich sagen: der hubsi kramar hat ja sein 3raumtheater mit viel trara aufgemacht. geld hat er auch sofort gekriegt. na dann darf man ja mal gespannt sein ... ich nehme wetten an was passieren wird. er hat groß herumgejammert, dass die freie szene so zerstritten ist, dass es keien einigkeit gibt.

abgesehen davon dass er sich angehört hat wie einer von der irischen bergarbeitergewerkschaft. geredet hat er wie ein politiker, wie ein ölmann. am liebsten hätte ich gefragt wo ich unterschreben soll.

aber ich weiss ganz genau, warum das nichts werden wird und ja bisher nie etwas geworden ist seien wir uns ehrlich: auch die sache mit dem kabelwerk war ja nur ein reinfall, das gibt er ja selber zu!!! er hat ja gejammert, dass es keienr genutzt hat. er hat sich halt vorgestellt dass jetzt alle zu ihm, dem grossen hubsi kramar, kommen und sagen toll, das ist echt toll.

aber keiner ist gekommen, hat er selber zugegeben. weil jeder der mit hubsi kramar anstreift hat sofort ein PROFIL!!! wer immer nun dort spielt muss und wird reinpassen, das schaue ich mir an ob er auch andere spielen lässt wenn sie ihm politisch nicht passen. aber das ist noch wichtiger: jeder der dort spielt hat automatisch das selbe politische mascherl am hemd!!! und publikum wird auch nur kommen das mit kramar politsch kann.

jedes theater in wien und auf der ganzen welt hat ein profil. und eigentlich wissen sie es ja eh genau: gender und international, solche zwei häuser sind geplant. was sie mti international meinen kann man sich auch ausmalen weil es ja bisher sicher kein problem gab für ausländische gruppen in wien aufzutreten. wenn sie ein haus gefunden haben. und vor allem einen veranstalter der die kosten getragen hat. na von mir aus, sollen auch migranten ihre theater machen, das soll sogar so sein. unabhängig von der frage ob das eine integrationsmassnahme ist oder wieder nur eine subkultur fördert, das will man ja offiziell gerade nicht damit bewirken. wobei man ja schon als schlechter mensch gilt wenn man sich kein theater anschaut wo es um probleme kurdischer immigranten geht. trotzdem wird kaum ein österreicher hingehen. ausser die die es eh schon immer gewusst haben.

dr. wolf hat bei der versammlung im depot im märz glaube ich gesagt dass es doch zulässig ist, dass die politik als fördergeber thematische schwerpunkte setzt. er sehe das thema gender zum beispiel auch als wichtig.

na soll so sein. von mir aus. mein thema ist es halt nicht.

aber es bestätigt alles was wir Wink - ich trete eurer meinung bei und vertrete sie genauso - hier sagen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Julia



Anmeldedatum: 01.06.2006
Beiträge: 59
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Sa Jul 08, 2006 10:25 am    Titel: wie bei der sonntagsmesse ;-) Antworten mit Zitat

noch etwas wollt eich erzählen.

mir fällt oft bei theaterabenden auf dass die leut die hingehen zu einem grossen teil hingehen so wie man zur sonntagsmesse gegangen ist. oder wie meine nichte geht. eigentlich freut es einen nicht, aber man sollte hingehen weil man dann ein besserer mensch wird. und man hat ein schlechtes gewissen wenn man das nicht so empfindet wie es der pfarrer vorne einem sagt. da sieht man's wieder wie schlecht man ist. und dann gibt man sich einen ruck und steigert sich halt künstlich auch hinein. im besten fall.

besonders ist mir das bei sachen aufgefallen die sich als innovativ und revolutionär ausgeben. frauenthemen eignen sich besonders gut dazu.

dann quält man sich die zwei stunden herunter und erzählt sich dann gegenseitig warum es so gut war weil es soviel aussage hatte. es ist manmchmal sowas von grotesk!!!

in letzter zeit aber kommt mir vor ist die bereitschaft auch schon gesunken. selbst bei bekannten die vor zwei jahren noch ganz eifrig waren seh eich nun schon dass die hinterfragen, ob das was sie sehen hätten sollen überhaupt zu sehen war. das halte ich für eine ganz wichtige frage am theater!!!

stimmt das dass die besucherzahlen am theater imemr noch so stark zurückgehen? im kino übrigens ist das im vorigen jahr der fall gewesen: europaweit 20 % rückgang! aber das tut hier nichts zur sache.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Julia



Anmeldedatum: 01.06.2006
Beiträge: 59
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Sa Jul 08, 2006 11:40 am    Titel: börse Antworten mit Zitat

je mehr ich das duchlese desto mehr gefällt es mir, das konzept.

das mit der börse finde ich eine gute idee. weil eines der probleme der freien szene ist ja auch das finden von kontakten zu etablierten spielstätten. man könnte das ja auch übers internet machen. dann wäre noch dazu alles total transparent weil jeder schauen könnte.

aber wie schätzt ihr die gefahr ein dass ideen einfach abgekupfert werden? das sehe ich schon als gefahr. denn man gibt dann seine konzepte total aus der hand, und der nächste kann sie einfach abschreiben.

ich kenne genug die überhaupt nie etwas andere machen als schauen was die anderen machen und das dann als ihre eigene idee ausgeben. und das sind sogar oft genau die die wenig im hirn haben aber eines gut können: sich einschleimen, auf kontakt machen. was immer die sagen ist mit sicherheit irgendwo her, das haben sie sicher gerade wo gehört. dann haben sie gesehen dass es gut klingt und schon ist es ihre idee.

denen gibt man dann noch das ganze material in die hand mit dem sie auch noch mit inhalt bluffen können. widerlich.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ambrosius



Anmeldedatum: 21.10.2005
Beiträge: 116
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Fr Jul 14, 2006 12:33 pm    Titel: Der Vollständigkeit halter Antworten mit Zitat

Das Ateliertheater ist mit den nächsten 20.000 "gerettet" ...

http://derstandard.at/?id=2517058
_________________
Eberhard Wagner
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
admin
Site Admin


Anmeldedatum: 13.08.2005
Beiträge: 56

BeitragVerfasst am: Mo März 05, 2007 4:38 pm    Titel: Da haben wir sie, die Auswirkungen, die Reformen ... Antworten mit Zitat

Neuerdings ist vermehrt festzustellen, daß bei Subventionsansuchen auch an die Bezirke "inhaltliche Schwerpunkte" sowie Berücksichtigungen von politisch gewünschten Effekten (Ideologien) als Nachweis verlangt werden.

Das betrifft vorwiegend feministische Ansätze ("gendergerecht") sowie "Menschen mit Migrationshintergrund" Was so weit geht, daß in einem Bezirk als "Zielgruppe" der Aktivität (die anzugeben ist) überhaupt nur noch Frauen (auch mit Migrationshintergrund) als Angabemöglichkeit aufscheinen! Was man u. U. aber auch als lustige Blüte oder Überspitztheit der Inclusivsprache (sind in der deutschen Sprache bisher männliche formen auch diejenigen, die verallgemeinern, also beiderlei Geschlecht meinen - warum nicht gleich umdrehen und damit umerziehen?) auffassen könnte.

Daneben wird u. a. bei den Akteuren Gender-Gerechtigkeit verlangt. (Man stelle sich das also bei Stücken vor, die einfach bestimmte Rollen haben ...) Und es muß (sinngemäß) auch in leitenden Aufgabenbereichen des Subventionsbegehrenden nachweislich "gerechte" Geschlechteraufteilungen geben.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Ambrosius



Anmeldedatum: 21.10.2005
Beiträge: 116
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Do Apr 17, 2008 10:44 am    Titel: Requiescat in pacem ... Antworten mit Zitat

Die freie Szene ist tot. Es ist nichts mehr zu erwarten außer Beschäftigungstherapieimpulse für pubertierende Jugendliche, Theater als Sozialarbeit und -maßnahme. Und die Theater sind entweder tatsächlich ausgedörrt, oder haben unter dem noch schärferen Druck zur Wirtschaftlichkeit überhaupt aufgehört, noch an ihren Wurzelgrund zu denken. Der ist ja verstaatlichter Obsorge anheim ...

So nebenher ist das ja recht praxisbezogen gelaufen: Die jüngste Änderung hinsichtlich der Plakatierungsverbote - die Schaffung eines MONOPOLS der Gemeinde Wien (bitte, man lasse sich doch nicht Sand in die Augen träufeln: als wäre das ein französischer Konzern ... GEWISTA, he, aufwachen, Gemeindebetrieb!) fürs Plakatieren jeder Art.

Damit hat man der freien Szene auch die Möglichkeit genommen, aus eigener Initiative gehört zu werden. Wird die Theaterszene Wiens definitiv parteipolitisch und vor allem ideologisch gleichgeschaltet. Die einen hat man brotabhängig und steuerbar gemacht, die anderen mundtot, ein freies Publikum (Bestandteil einer Freien Szene) endgültig ausgebootet, weil selbst die mickrigste Äußerung staatlich geförderte und gewünschte Systemkritik, damit die Szene in Watte verpackt zur Inzucht verdammt ist.

So einfach ist das.

Man kann über den Begriff "Freie Szene" in Wien doch nur noch lachen.
_________________
Eberhard Wagner
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Ambrosius



Anmeldedatum: 21.10.2005
Beiträge: 116
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Do Apr 17, 2008 1:36 pm    Titel: Protest gegen Plaktmonopol Antworten mit Zitat

Ein Link zum Verein "Freies Plakat", der versucht den Protest gegen die Monopolisierung des Plakats in Wien zu organisieren:

http://www.verein-freiesplakat.at/index.php

Es lohnt, die Protestplakate (sind als pdf. zum Download zur Verfügung) zu lesen - wunderbare kulturpolitische Sonntagsworte darunter ... Kunst und Freiheit ja, solange es allen wurscht ist.
_________________
Eberhard Wagner
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    forum.arsactu.com Foren-Übersicht -> Theater Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3
Seite 3 von 3

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de